Sektorenanalyse im Trading: So findest du die stärksten Aktiengruppen

Sektorenanalyse beim Trading.

Sektorenanalyse im Trading: So findest du die stärksten Aktiengruppen




Viele Trader fokussieren sich ausschließlich auf Einzelaktien – und übersehen dabei einen entscheidenden Erfolgsfaktor: die Sektoren- und Branchenstärke. Denn Aktien steigen selten isoliert, sondern meist im Verbund mit ihrer Gruppe. Genau hier setzt die Sektorenanalyse an – ein leistungsstarkes Instrument, um Kapitalflüsse zu erkennen und die Erfolgschancen beim Einstieg zu erhöhen.

In diesem Beitrag zeige ich dir, was Sektorenanalyse bedeutet, warum sie so wichtig ist und wie du sie konkret in dein Trading einbindest. Du erfährst, wie sich der Markt strukturiert, welche Methode – Top-down oder Bottom-up – sinnvoller ist und wie du führende Aktien („Leading Stocks“) identifizierst, bevor der Trend offensichtlich wird.

Was ist Sektorenanalyse im Trading?

Sektorenanalyse bedeutet, dass du untersuchst, welche Marktbereiche (Sektoren und Branchen) aktuell Stärke zeigen – also von Kapitalzuflüssen profitieren – und welche schwächeln.

Am Aktienmarkt findet eine ständige Kapitalrotation statt: Geld wandert zwischen Regionen, Anlageklassen, Sektoren und Branchen. Mal ist Technologie gefragt, mal Energie, mal Konsum. Deine Aufgabe als Trader:

Erkenne, wo das Kapital hinfließt – und gehe mit dem Trend, nicht dagegen.

Die Marktstruktur verstehen – von oben nach unten

Damit du die Sektorenanalyse richtig einordnen kannst, hier ein Überblick über die Marktstruktur:

  1. Markt (nach Regionen) – z. B. USA, Europa, Asien
  2. Sektoren – z. B. Technologie, Finanzen, Gesundheit
  3. Branchen – z. B. Halbleiter, Biotech, Banken
  4. Einzelaktien – z. B. Nvidia, Pfizer, JPMorgan

Beispiel:
Der US-Aktienmarkt befindet sich im Aufwärtstrend → Der Technologiesektor zeigt Stärke → Die Branche „Semiconductors“ führt → Einzelaktien wie Nvidia oder AMD profitieren zuerst

Welche Sektoren gibt es?

Wenn du dich auf den US-Markt konzentrierst, unterscheidet man in der Regel 11 große Sektoren:

  • Technology
  • Healthcare
  • Financial Services
  • Consumer Defensive
  • Consumer Cyclical
  • Energy
  • Utilities
  • Real Estate
  • Industrials
  • Communication Services
  • Basic Materials

Diese sind wiederum in Branchen unterteilt. Ein Beispiel:
Der Sektor „Technology“ enthält u. a. Software, Halbleiter, Elektronik-Komponenten und IT-Dienstleistungen.

Wichtig: Je nach Quelle variiert die genaue Unterteilung. Aber alle Systeme dienen demselben Ziel – die Gruppenstärke sichtbar zu machen.

Warum ist die Gruppenstärke so entscheidend?

Ein häufiger Fehler vieler Trader ist, sich nur auf fundamentale Daten einer Aktie zu konzentrieren. Doch in der Realität hat die Zugehörigkeit zu einer starken Gruppe oft mehr Einfluss auf die Kursentwicklung als Bilanzzahlen.

Der Markt und die Gruppe, zu der eine Aktie gehört, wirken wie ein starker Rückenwind – oder wie Gegenwind.

Das bedeutet:

  • Eine starke Aktie in einem starken Sektor hat höhere Erfolgschancen
  • Eine starke Aktie in einem schwachen Sektor muss gegen den Strom schwimmen
  • Eine schwache Aktie in einem starken Sektor wird oft mitgezogen

Top-down oder Bottom-up? So gehst du vor

Es gibt zwei Hauptansätze, um Sektorenanalyse in dein Trading zu integrieren:

1. Top-down-Analyse

Du beginnst beim Gesamtmarkt und arbeitest dich über Sektoren und Branchen bis zur Einzelaktie vor.
✔ Geeignet, wenn du eher strategisch und konservativ vorgehst.

2. Bottom-up-Analyse

Du analysierst zuerst Einzelaktien und schaust, ob mehrere starke Aktien aus der gleichen Gruppe kommen. Daraus erkennst du frühzeitig neue Trends.
✔ Besonders geeignet für aktive Trader, die „Leading Stocks“ frühzeitig entdecken wollen.

Ich persönlich bevorzuge Bottom-up, da neue Trends oft zuerst bei Einzelaktien sichtbar werden, bevor sie im Sektorindex auftauchen.

So erkennst du führende Gruppen und Aktien

Worauf solltest du achten?

  • Starke Kursbewegungen einzelner Aktien innerhalb einer Branche
  • Überdurchschnittliches Handelsvolumen
  • Relative Stärke gegenüber dem Gesamtmarkt
  • Konsistente Performance mehrerer Aktien aus derselben Gruppe

Wenn du mehrere Aktien findest, die aus derselben Branche kommen und gleichzeitig ausbrechen oder stark performen – bingo! Dann hast du vermutlich eine starke Gruppe identifiziert.

FAQs

Was ist der Unterschied zwischen Sektor und Branche?

Ein Sektor ist eine große Kategorie (z. B. Healthcare), eine Branche ist eine spezifische Untergruppe (z. B. Biotechnologie).

Wie viele Sektoren gibt es?

Im US-Markt gängig: 11 Hauptsektoren, je nach Quelle unterteilt in Dutzende Branchen.

Welche Analyse-Methode ist besser – Top-down oder Bottom-up?

Beide sind sinnvoll. Für aktives Trading ist Bottom-up oft effektiver, weil du frühzeitig Trends erkennen kannst.

Wo finde ich Tools zur Sektorenanalyse?

Beliebte Plattformen: TradingView, Finviz, TC2000 – dort lassen sich Heatmaps, Relative Stärke und Gruppencharts analysieren.

Fazit

Die Sektorenanalyse ist ein essenzielles Werkzeug, um deine Trefferquote beim Trading zu steigern. Wer erkennt, wo Kapital hinfließt, positioniert sich automatisch auf der Gewinnerseite. Ob du nun Top-down oder Bottom-up vorgehst – wichtig ist, dass du nicht blind Einzelaktien auswählst, sondern immer den Kontext beachtest. Lerne, Gruppenstärke zu erkennen, entwickle ein Gespür für Rotation und finde die Aktien mit Rückenwind – denn dort entstehen die großen Moves.

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