Fundamentalanalyse vs. technische Analyse: Was ist besser fürs Trading?

Fundamentalanalyse vs. technische Analyse beim traden.

Fundamentalanalyse vs. technische Analyse: Was ist besser fürs Trading?




Wenn du dich mit dem Trading von Aktien beschäftigst, stehst du früher oder später vor der Frage: Fundamentalanalyse oder technische Analyse – was ist sinnvoller? Beide Ansätze haben ihre Berechtigung, doch sie verfolgen komplett unterschiedliche Denkweisen und Zielsetzungen.

In diesem Artikel zeige ich dir, was genau Fundamentalanalyse und technische Analyse bedeuten, welche Vor- und Nachteile sie haben und wann welcher Ansatz besser geeignet ist. Du bekommst einen klaren Überblick, wie du die richtige Strategie für deine Haltedauer findest – und warum für uns private Trader oft ein Mix aus beiden Methoden am sinnvollsten ist.

Was ist Fundamentalanalyse?

Die Fundamentalanalyse beschäftigt sich mit den wirtschaftlichen und finanziellen Grundlagen eines Unternehmens. Ziel ist es, den inneren Wert einer Aktie zu bestimmen und festzustellen, ob sie über- oder unterbewertet ist.

Typische Bestandteile der Fundamentalanalyse sind:

  • Gewinn und Umsatz (insbesondere Wachstum)
  • KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis)
  • Return on Equity
  • Geschäftsmodell & Management
  • Branchenumfeld & Wettbewerb
  • Insider-Käufe/-Verkäufe
  • Investorenstruktur
  • Moats (Burggräben), z. B.:
    • Brand Moat (z. B. Coca-Cola)
    • Switching Moat
    • Network Effects (z. B. LinkedIn)
    • Price Moat
    • Tollbridge
    • Secrets Moat (z. B. Patente)
  • Circle of Competence (Kenntnis der Branche)

Was ist technische Analyse?

Im Gegensatz zur Fundamentalanalyse basiert die technische Analyse ausschließlich auf dem Kursverlauf und dem Handelsvolumen. Es geht darum, Muster zu erkennen, Trends zu identifizieren und mit Hilfe von Preisaktionen und Indikatoren Vorhersagen über die zukünftige Kursentwicklung zu treffen.

Zentrale Annahme: Alle Informationen sind bereits im Kurs enthalten.

Typische Elemente der technischen Analyse:

  • Trendlinien & Unterstützungen
  • Candlestick-Muster
  • Indikatoren (z. B. RSI, MACD, gleitende Durchschnitte)
  • Volumenverhalten
  • Price Action & Breakouts

Fundamentalanalyse oder technische Analyse – was ist besser?

Die Antwort hängt vor allem von deiner geplanten Haltedauer ab:

Haltedauer Passender Analyseansatz
Wenige Stunden/Tage Technische Analyse
Wochen/Monate Kombination aus Technik + Fundamentaldaten
Langfristig (Jahre) Fundamentalanalyse

Kurzfristig dominiert der Markt

Über wenige Tage hinweg kann selbst eine unprofitable Aktie stark steigen – z. B. durch Hype, News oder Spekulation. Fundamentals spielen hier kaum eine Rolle. Charttechnik und Momentum sind der Schlüssel.

Langfristig zählen Zahlen

Auf Sicht von Jahren wird sich der Aktienkurs an den Unternehmenswert angleichen. Ein dauerhaft unprofitables Unternehmen wird langfristig keine gute Performance liefern.

Die Realität für private Trader

Ich sage es ganz ehrlich: Die wenigsten von uns haben das Wissen oder die Ressourcen, um langfristig über Fundamentalanalyse den Markt zu schlagen – so wie Warren Buffett oder große Fonds.

Deshalb gilt für uns:

  • Kurz- bis mittelfristiges Trading (z. B. Swingtrading über Tage/Wochen) ist einfacher realisierbar.
  • Technische Analyse liefert hier den besten Edge.
  • Fundamentaldaten können ergänzend genutzt werden – z. B. beim Erstellen einer Watchlist oder bei starken Quartalszahlen.

Kombination aus beidem – sinnvoll oder nicht?

Ja, definitiv!

Beispiel:
Du filterst mit fundamentalen Kriterien (z. B. Umsatzwachstum, Moat) eine Liste interessanter Aktien – und analysierst dann die Charts technisch auf Einstiegspunkte. Besonders hilfreich ist das bei „Story Stocks“ oder Unternehmen, die durch neue Produkte, Quartalszahlen oder Markterwartungen getrieben werden.

Überraschend oft sind es noch unprofitable Aktien, die in starken Trends durch die Decke gehen – z. B. im Biotech- oder Techbereich.

FAQs

Was ist ein Moat in der Fundamentalanalyse?

Ein Moat (Burggraben) ist ein dauerhafter Wettbewerbsvorteil, z. B. eine starke Marke, Monopolstellung oder ein patentiertes Verfahren.

Ist technische Analyse Kaffeesatzleserei?

Nein. Sie basiert auf wiederkehrenden Mustern im Kursverlauf. Richtig angewendet liefert sie statistische Vorteile (Edge).

Wie finde ich als Anfänger den passenden Ansatz?

Starte mit der technischen Analyse für kurzfristige Setups, kombiniere sie ggf. mit einfachen fundamentalen Filtern.

Kann man beide Ansätze kombinieren?

Ja! Nutze Fundamentals für die Vorauswahl und Charts für den Einstieg und das Timing.

Fazit

Beide Ansätze – Fundamentalanalyse und technische Analyse – haben ihre Berechtigung. Die entscheidende Frage ist nicht „entweder oder“, sondern „wann und wie“ du sie nutzt. Wenn du als privater Trader mit überschaubarem Zeitaufwand profitabel traden willst, empfehle ich dir: Fokussiere dich auf die technische Analyse. Ergänze sie bei Bedarf durch fundamentale Filter – aber verliere dich nicht in komplexen Bewertungsmodellen.

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